Felsen

Newsletter Nr. 2/18

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Bohrturm Zurzach

Einladung zur nächsten Veranstaltung vom 6. November 2018

„Internationaler Vergleich bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle“ Referat von Dr. Andreas Gautschi und Besichtigung des alten Bohrturms - ein Zeitzeuge aus der Zeit der Salzbohrungen

Treffpunkt: 17.30 Uhr, Bohrturmweg in Bad Zurzach

Wir hören immer wieder, dass die Entsorgung von radioaktiven Stoffen noch in keinem Land gelöst sei. Eine Lösung des Problems sei nicht in Sicht!

Herr Andreas Gautschi, ehemaliger Chefgeologe der Nagra informiert uns, wie weit andere Länder in der Entsorgung von radioaktiven Abfällen sind. Wie ist die Mitsprache der Bevölkerung in anderen Ländern gelöst?

In einem zweiten Teil werden wir einen alten Bohrturm unter der Leitung von Fredi Hidber erkunden. Die Geschichte Bad Zurzach ist eng mit der Bohrung nach Salz verknüpft – dabei stiess man auf Quellwasser!

Anschliessend werden wir im Bohrturm einen kleinen Imbiss einnehmen und es besteht die Möglichkeit den Referenten Fragen zu stellen.

Ich freue mich auf Ihre Anmeldung.

Kurt Wyss
Präsident Forum VERA
Regionalgruppe AG/SO

 

Vor Ort wird ein Unkostenbeitrag von CHF 20.- erhoben.

Melden Sie sich für diesen abwechslungsreichen und informativen Anlass an!

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich bis zum 26. Oktober 2018 an.
Schriftlich: Forum VERA, Waisenhausplatz 14, 3001 Bern oder per Mail unter info@forumvera.ch oder direkt hier im Onlineformular

 

 

Besichtigung in der Kehrichtverwertungsanlage Turgi

Bericht

Im Rahmen ihrer ersten Veranstaltung in diesem Jahr besuchte die Regionalgruppe AG/SO die Kehrichtverwertungsanlage Turgi. Der Präsident Kurt Wyss war erfreut ob der grossen Anzahl an Besucher, welche sich vom vielversprechenden Programm nach Turgi locken liessen.

Sowohl der Direktor, Peter Ender, als auch der Betriebsleiter, Peter Zeller , liessen es sich nicht nehmen, die Gruppe zu Begrüssen. Vorab gaben sie einige interessante Informationen zum Zyklus der Abfallverwertung, von der Entstehung über die Anlieferung und Verbrennung bis zur Entsorgung der übriggebliebenen Schlacke.

Anschliessend stand die Führung durch die Anlage an. So konnten sich die Teilnehmer ein Bild von den grossen Dimensionen der verschiedenen Installationen machen. Unter anderem vom Schredder, welcher das Sperrgut zerkleinert oder dem Bunker, in welchem der Abfall nach der Anlieferung zwischengelagert wird. Als Highlight konnte durch eine kleine Lucke ein Blick in einen der beiden grossen Verbrennungsofen geworfen werden. Pro Stunde werden darin je etwa 6t und 9t Abfall verbrannt.

Die Kehrichtverwertungsanlage macht aber von diesen hohen Temperaturen gebrauch und produziert einerseits mit zwei Dampfturbinen elektrischen Strom in der Menge wie sie die vier Limmatkraftwerke produzieren. Andrerseits wird auch die Fernwärme der Gemeinden in der Umgebung durch die KVA Turgi gespeist. Eine der grössten Herausforderungen diesbezüglich ist, immer eine optimale Verwertung des angelieferten Abfalls zu erzielen. Ebenso bedingt die Produktion der Energie auch einen 24 Stunden Schichtbetrieb, welcher durch eine Belegschaft von 31 Personen aufrechtgehalten wird.

Zu guter Letzt werden die Abgase der Verbrennung in einem dreistufigen Verfahren gereinigt. So gelingt es der KVA, die Emissionen unter den Vorgegebenen Werten zu halten. Selbst von der daneben vorbeiführenden Kantonsstrasse gehen mehr Emissionen aus, verkündet der Direktor nicht ohne Stolz. Die Nachhaltigkeit geniesst auch in diesem Bereich der Entsorgung einen hohen Stellenwert.

Beim anschliessenden gemeinsamen Apéro im Restaurant Hirschen wurde angeregt über den Besuch diskutiert. Der Einblick in die Kehrichtverwertungsanlage Turgi begeisterte die Gästeschar offensichtlich.