Felsen

Newsletter Nr. 1/18

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Kurt Wyss

Vorsitzender Regionalgruppe AG/SO

info@forumvera.info

 

Voranzeige:

Generalversammlung
Forum VERA Schweiz

Donnerstag, 31.05.2018

18.30 Uhr in Zürich

Einladung folgt.

Vorwort

Weitere Etappen im Sachplan geologische Tiefenlager

Voraussichtlich Ende 2018 wird der Bundesrat über die zweite von drei Etappen des Sachplans geologische Tiefenlager entscheiden. Dieser Sachplan koordiniert die Suche nach Standorten für ein Tiefenlager. Der Bundesrat hat als Ergebnis zur Etappe 1 Ende 2011 die Standortgebiete Jura Ost, Jura-Südfuss, Nördlich Lägern, Südranden, Wellenberg und Zürich Nordost als geeignete geologische Standortgebiete für ein Tiefenlager festgesetzt. Ziel der nun laufenden 2. Etappe war es, die Standortgebiete auf mindestens zwei Standorte pro Lagertyp zu reduzieren. Dem Bundesrat werden als Ergebnis für die weiteren Untersuchungen in Etappe 3 die Standortgebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost vorgeschlagen. Dazu wurde vom 22. November 2017 bis am 9. März 2018 eine öffentliche Vernehmlassung durchgeführt.

 

Auch die Regionalgruppe Forum VERA AG/SO gab eine Stellungnahme ab (siehe Seite 3).

 

 

Wie geht es nun weiter?
Nach dem Bundesratsentscheid Ende dieses Jahres startet die 3. Etappe des Sachplanverfahrens. Das Projekt wird immer konkreter und fassbarer. Es stehen weitere erdwissenschaftliche Untersuchungen (Tiefbohrungen) in den verbleibenden Regionen auf dem Programm.

 

Wir bleiben dran, und setzen uns nach wie vor für einen verantwortungsvollen Umgang mit den radioaktiven Abfällen ein!


Euer Kurt Wyss

KVA Turgi

Die KVA Turgi wird täglich von 150 - 200 Fahrzeugen angefahren, welche Kehricht aus 74 Gemeinden anliefern. Täglich werden so bis zu 340t Abfall im 24 Stunden Schichtbetrieb, 7 Tage die Woche, verbrannt. Dazu stehen zwei Öfen zur Verfügung welche eine Feuerraumtemperatur von je ca. 1000C° aufweisen. Insgesamt 31 Mitarbeiter stellen den Betrieb der KVA Turgi sicher.

Einladung zur nächsten Veranstaltung

Führung in der KVA Turgi

Am Dienstag, 08. Mai 2018 ab 16.30 Uhr, trifft sich die Regionalgruppe AG/SO des Forum VERA zu einem weiteren Event, diesmal in der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) in Turgi.

Die Führung beginnt um 17.00 Uhr unter der Leitung des Direktors, Peter Ender. Die KVA Turgi hat die Aufgabe, den Siedlungsabfall aus 74 Gemeinden aus dem Ostaargau umweltgerecht zu verwerten. Dies entspricht einem Einzugsgebiet von ca. 215'000 Einwohnern. In zwei Öfen werden pro Jahr bis zu 120'000t Abfall verbrannt. Dabei wird die wertvolle Energie des Kehrichts zurückgewonnen und entweder als elektrische Energie in das öffentliche Stromnetz, oder als thermische Energie in das Fernwärmenetz der Fernwärme Siggenthal AG eingespiesen. So entstehen pro Jahr knapp 65GWh elektrische und 60GWh thermische Energie.

Im Anschluss an die Führung ist ein kleiner Imbiss im Restaurant Hirschen in Kirchdorf vorgesehen. Dieser bietet auch die Möglichkeit für einen angeregten Austausch.

Der Anlass startet um 16.30 Uhr und die Führung dauert gut eine Stunde. Der Treffpunkt ist direkt bei der KVA Turgi, Landstrasse 4 in 5300 Turgi. Es sind genügend Parkplätze vorhanden. Fahrgemeinschaften werden bei Bedarf organisiert. Interessierte Teilnehmer werden nach dem Eingang der Anmeldungen kontaktiert. Für den Anlass wird von der Regionalgruppe AG/SO ein Unkostenbeitrag von CHF 20.00 erhoben.

Die Forum VERA Regionalgruppe AG/SO freut sich auf gemeinsame, erlebnisreiche Momente mit Ihnen.

 

Herzlich
Kurt Wyss
Vorsitzender Forum VERA Regionalgruppe AG/SO

 

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich bis zum 27. April 2018 an.
Schriftlich: Forum VERA, Waisenhausplatz 14, 3001 Bern oder per Mail unter info@forumvera.ch 

 

Zusammenfassung der Stellungnahme zur Vernehmlassung der Regionalgruppe Forum VERA AG/SO

Aktueller Stand Sachplanverfahren geologische Tiefenlager (SGT)
Vernehmlassung zur 2. Etappe

Das Sachplanverfahren ist auf Kurs und ist aus unserer Sicht ein geeignetes Mittel, um schrittweise zu einem sicheren Standort für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle in der Schweiz zu gelangen. Die verantwortlichen Behörden müssen allerdings darauf achten, dass die Standortwahl nicht „verpolitisiert“ wird, je näher die Entscheidung rückt.

 

Unsere Beurteilung Etappe 2

Die Regionalgruppe AG/SO steht hinter dem Sachplanverfahren. Das bisher Erreichte erscheint uns nachvollziehbar, darauf kann in Etappe 3 aufgebaut werden. Wir sind mit dem Weiterzug der Gebiete Jura Ost (JO), Nördlich Lägern (NL) und Zürich Nordost (ZNO) in die Etappe 3 des Sachplans einverstanden.

 

Unsere Empfehlungen für die Etappe 3

Die Beeinflussung der Regionalkonferenzen durch Dritte soll sich in Grenzen halten. In diesem Sinne sollten die direkt von den Bauten betroffenen Gemeinden in Etappe 3 das Schwergewicht bei Entscheidungen haben. Wir möchten, dass in den Regionalkonferenzen konsequent Gemeinden als lokale Entscheidungsträger eingebunden werden. Die „betroffenen“ Gemeinden sollen den „Kern“ in der Regionalkonferenz bilden.

 

Klärung der Frage des Standortes der Oberflächenanlagen

Die Diskussion des möglichen Standorts der Umverpackungsanlage (BEVA) muss offen, fair und transparent geführt werden. Eine betroffene Region hat grosses Interesse daran, den sichtbaren Teil des Tiefenlagers (Oberflächenanlagen, Lüftungsschächte und Zugänge) möglichst nach ihren Vorstellungen in die Landschaft einzupassen und zu optimieren. Aus Sicht der Betroffenen sehen wir die Entscheidung, ob die BEVA beim ZWILAG oder bei der Oberflächenanlage in der gewählten Region gebaut wird, als sehr wichtig an. Dazu gehören auch mögliche Diskussionen zu Abgeltungen. Wir setzen uns für ausgewogene und angemessene Abgeltungszahlungen ein. Diese müssen in der nächsten Etappe fair und transparent verhandelt werden. Speziell gilt es aus unserer „Aargauer Sicht“ die Option einer örtlichen Trennung zwischen der BEVA und dem gewählten Tiefenlagerstandort zu beachten.

 

Die Sicherheit ist für die Wahl des Lagerstandortes das wichtigste Kriterium

Wir lehnen jegliche politische Einflussnahme auf den Standortentscheid ab. Der wachsende Druck aus Deutschland darf nicht dazu führen, dass die Schweiz bei der Sicherheit Kompromisse eingeht. Auch die Kantone sind gefordert, denn sie müssen den Vorrang der Sicherheit akzeptieren, auch wenn es sie selber betrifft. Wir fordern, dass das BFE und letztlich der Bundesrat den eingeschlagenen Weg mutig und konsequent weiter geht.

 

Die Regionalgruppe AG/SO von Forum VERA fordert zudem, dass der vorgesehene Zeitplan nicht durch politische Verzögerungen weiter strapaziert wird. Das Forum VERA steht für Verantwortung – und zwar für unsere Generation, nicht erst der nächsten oder übernächsten.

 

Sachplan BFE