Felsen

Newsletter Nr. 1/17

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Kurt Wyss

Vorsitzender Regionalgruppe AG/SO

info@forumvera.info

Sondierbohrungen im Bözberg

Mit Sondierbohrungen wissen wir mehr über den Untergrund im Bözberg

Aktuell steht der Sachplan geologische Tiefenlager in der Etappe 2. In dieser werden weitere Untersuchungen durchgeführt, um die Auswahl der Standortgebiete einzuengen. Voraussichtlich Ende 2018 wird der Bundesrat entscheiden, welche der sechs Standortgebiete in der dritten und letzten Etappe untersucht werden.

Die Nagra hat nun in den beiden, von ihr vorgeschlagenen Standortgebieten für die Etappe 3, Jura Ost und Zürich Nordost je acht Gesuche für Sondierbohrungen eingereicht. Nach Ablauf der Einspruchsfrist sind im Standortgebiet Jura Ost nach Angabe des Bundesamtes für Energie etwas über 400 Einsprachen gegen die Bohrungen eingegangen. Selbstverständlich müssen die Gemeinden, Verbände und auch betroffene Anwohner ihre berechtigten Einwendungen und Forderungen zur Ausgestaltung der Bohrplätze mittels Einsprache einreichen. Für mich ist es aber schwer zu begreifen, dass man gegen die Untersuchungen Einsprache macht, nur um das Tiefenlager zu verhindern. Die Abfälle sind

vorhanden und müssen am möglichst sichersten Ort in der Schweiz entsorgt werden. Um diesen Ort zu finden, braucht es jedoch genau diese Bohrungen. Nur mit technisch wissenschaftlichen Untersuchungen im Felde kommen wir in der nationalen Aufgabe einen Schritt weiter.

Freundliche Grüsse
Kurt Wyss
Vorsitzender Forum VERA Regionalgruppe AG/SO

Steinbruch Gabenchopf

Seit über 100 Jahren prägt das Zementwerk Siggenthal das Landschaftsbild unweit des Wasserschlosses der Schweiz. Den für die Zementproduktion notwendigen Kalkstein sowie Mergel liefert der Steinbruch Gabenchopf. 1955 wurde das Abbaugebiet erstmals bewilligt und seitdem mehrmals erweitert. Nun steht eine neue Erweiterung für die nächsten Jahre an.

Im Steinbruch Gabenchopf trägt die Holcim das Rohmaterial stufenweise ab. Sprengungen sorgen dafür, dass sich jeweils ein Teil einer Stufe löst. Fahrzeuge schaffen das weggesprengte Rohmaterial anschliessend zum Brecher, wo es zerkleinert wird.


Einladung zur Nächsten Veranstaltung

Führung im Steinbruch Gabenchopf

Am Dienstag, 13. Juni 2017 ab 16.30 Uhr, trifft sich die Regionalgruppe AG/SO des Forum VERA zu einem weiteren Event, diesmal im Steinbruch Gabenchopf der Firma Holcim in Villigen.

Die Führung im beginnt um 17.00 Uhr unter der Leitung von des Steinbruchleiters, Wolfgang Kornberger. Seit 1955 wird im Gebiet Gabenchopf auf 77 Hektaren ein Steinbruch betrieben, welcher den nötigen Kalkstein und Mergel für die Zementproduktion liefert. Etappenweise wird das Gestein mittels Sprengungen gelöst und dann mit beeindruckenden Grubenfahrzeugen abtransportiert. Für die Führung im Steinbruch ist gutes Schuhwerk unabdingbar. Ebenso wird empfohlen ein paar Ersatzschuhe bereitzuhalten. 

Im Anschluss an die Führung ist ein reichhaltiger Apéro im Römerrebberg des Winzer und Gemeindeamman von Villigen, Schebi Baumann, vorgesehen. Dieser bietet auch die Möglichkeit für einen angeregten Austausch.

Der Anlass startet um 16.30 Uhr und dauer bis um ca. 20.00 Uhr Der Treffpunkt ist direkt im Steinbruch Gabenchopf oberhalb von Villigen AG. Fahrgemeinschaften werden bei Bedarf organisiert. Interessierte Teilnehmer werden nach dem Eingang der Anmeldungen kontaktiert. Für den Anlass wird von der Regionalgruppe AG/SO ein Unkostenbeitrag von CHF 20.00 erhoben.

Die Forum VERA Regionalgruppe AG/SO freut sich auf gemeinsame, erlebnisreiche Momente mit Ihnen.

 

Herzlich
Kurt Wyss
Vorsitzender Forum VERA Regionalgruppe AG/SO

 

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich bis zum 02. Juni 2017 an.
Schriftlich: Forum VERA, Waisenhausplatz 14, 3001 Bern oder per Mail unter info@forumvera.ch 

Kurt Wyss

Vorsitzender Regionalgruppe AG/SO

info@forumvera.info

Rückblick auf die letzte Veranstaltung

Im Rahmen ihrer letzten Veranstaltung besuchte die Regionalgruppe AG/SO das Paul Scherrer Institut. Der Präsident Kurt Wyss war erfreut ob der grossen Anzahl an Besucher, welche sich vom vielversprechenden Programm nach Villigen locken liessen.

In einer ausführlichen Begrüssung und Information zum Paul Scherrer Institut durch den Stabschef Dr. Thierry Strässle, durften wir zum Beispiel erfahren, dass über 2000 Mitarbeitende am Institut arbeiten. Es ist somit schweizweit das grösste Institut für Ingenieur- und Naturwissenschaften. Ihr Kernauftrag lautet: Betrieb einer Grossforschungsanlage. Die darin betriebene Forschung ist hauptsächlich in den Bereichen Materie und Material, Energie und Umwelt sowie Mensch und Gesundheit angesiedelt.

Anschliessend stand die Führung durch das Bundeszwischenlager und der Versuchsplattform für Energiesysteme an. In einem ersten Teil  konnte also ein Einblick in das Bundeszwischenlager, welches alle radioaktiven Abfälle aus Industrie, Medizin und Forschung zwischenlagert, gewonnen werden. Dr. Myth erklärte, dass jährlich rund 100m3 radioaktive Abfälle anfallen und diese entsprechend für die Lagerung konditioniert und in Behältnisse verpackt werden. In diesen Fässern bleiben die Abfälle dann solange, bis für die Entsorgung ein Endlager zur Verfügung steht.
Im zweiten Teil der Führung gewährte Dr. Schildhauer  einen Einblick in die Forschung zu alternativen Energiesystemen. So wird beispielsweise die Umwandlung von Strom zu energiereichen Gasen wie Wasserstoff oder Methan untersucht. Diese haben gegenüber dem Strom den Vorteil, dass sie gelagert, bzw. gespeichert werden können und als Rohstoff in Industrie und Fahrzeugen zur Anwendung kommen können.

Beim anschliessenden gemeinsamen Apéro im Restaurant Oase konnten den Forschern noch ausführliche Fragen gestellt werden und angeregt über den Besuch diskutiert werden. Der Einblick ins Paul Scherrer Institut begeisterte die Gästeschar offensichtlich.  

Versuchsplattform ESI © Philippe Marclay

Versuchsplattform ESI © Philippe Marclay

Bundeszwischenlager © https://www.ensi.ch/de/2014/10/10/ensi-berichtet-der-iaea-zu-radioaktiven-abfaellen-und-abgebrannten-brennelementen/

 

Weitere Informationen zur Energieplattform finden Sie auf:
https://www.psi.ch/media/erneuerbare-energien-versuchsplattform-esi-startet