Harald Jenny

Harald Jenny
Mitglied Leitungsteam SR
Fachberater SÖW ZNO

harald.jenny@sicoa.ch

 

Die Regionalkonferenzen im Jahr 2014

Die Nervosität steigt in unseren Regionalkonferenzen. In 3 Monaten ist klar, welche Standorte weitergehen und welche nicht. Machen wir uns aber nichts vor: Nur wer klar belastbare Nachteile im Untergrund ausweisen kann, scheidet aus. Entscheidend ist einzig die Sicherheit. Wir sind gespannt auf die Vorschläge der Nagra und die umfangreiche Begründung. (hj)

 

Matthias Knill

Matthias Knill
Mitglied Leitungsteam ZNO

matthias.knill@konsulenten.ch

Stadt St. Blasien

 

Kurt Meyer

Fachgruppe Sicherheit: Kurt Meyer, Neuhausen

kurt.meyer46@shinternet.ch

 

Bernhard Bühler

Fachgruppe SÖW: Bernhard Bühler, Neuhausen

b.buehler@shinternet.ch

 

Thomas Frey

Fachgruppe Oberflächenanlage: Thomas Frey, Andelfingen

thomas.frey@frey-ag.ch

 

Christian Mundt

Fachgruppe Sicherheit: Christian Mundt, Schaffhausen

christian.mundth@gmx.ch

 

Fachgruppe Oberflächenanlage:

Monika May

Monika May, Kleinandelfingen

monika-may@bluewin.ch

Marianne Frei

Marianne Frei, Schlatt

mariannafrei@bluewin.ch

Harald Jenny

Harald Jenny
Mitglied Leitungsteam SR
Fachberater SÖW ZNO

harald.jenny@sicoa.ch

 

Markus Meyer

Markus Meyer
Geschäftsführer Forum VERA

markus.meyer@bracherpartner.ch

 

Ihre Meinung ist uns wichtig

Dieser Newsletter ist Teil einer Reihe von Informationsdokumenten, mit denen das Forum Vera die regionale Partizipation kritisch und aktiv begleitet. Bitte teilen Sie uns Ihre Informationswünsche direkt unter folgender Adresse mit:


regionalgruppe-nordostschweiz@forumvera.ch

Unsubscribe

Sie möchten diesen Newsletter künftig nicht mehr erhalten? Dann senden Sie das Stichwort „Unsubscribe“ an folgende E-Mail Adresse:


regionalgruppe-nordostschweiz@forumvera.ch

 

 

 

 

 

 

 

Digitales Gerät

 

Arbeitsplatz

 

Partnerarbeit

 

 

Newsletter 2/14

 

Lagerung am sicherstmöglichen Standort –
eine technische und gesellschaftliche Herausforderung
…………………………………………………………

Bei der Auswahl eines geologischen Tiefenlagers hat die Sicherheit oberste Priorität. Aspekte der Raumplanung, Ökologie, Wirtschaft und Gesellschaft sind der Sicherheit nachgeordnet. Oberstes Ziel ist der langfristige Schutz von Mensch und Umwelt.

Die technische Herausforderung besteht in der Beurteilung der Sicherheit anhand von 13 Kriterien in den vier Bereichen Qualität des Wirtgesteins, Langzeitstabilität, bautechnische Eignung und Zuverlässigkeit der geologischen Aussagen.

Die gesellschaftliche Herausforderung besteht in der stufengerechten Vermittlung des der technischen Bewertung zugrunde gelegten Kriterienkatalogs und im Schaffen von Vertrauen in die qualitative Integrität und Werthaltigkeit der gemachten Aussagen.

Für den Aufbau von Verständnis braucht es eine sorgfältige Prozessbegleitung aus technischer und gesellschaftlicher Sicht. Akzeptanz für den sicherstmöglichen Standort ist nicht kaufbar. Sie ist das Resultat intensiver und detaillierter Auseinandersetzung aller Beteiligten mit einer Materie, die per se unwillkommen ist, aber nicht mehr ignoriert werden kann, aus technischer und gesellschaftlicher Sicht.

Forum VERA setzt sich – unabhängig vom weiteren Schicksal der Kernenergienutzung in der Schweiz – für eine technisch sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle ein. Darum macht es für mich Sinn, bei Forum VERA Mitglied zu sein.

 

 

Bericht von der Sommerexkursion ForumVERA
Freitag, 19. September 2014
Auf Uransuche im Schwarzwald
…………………………………………………………...

"Ab hier steigt die Strahlung deutlich an" so unser Exkursionsführer Bernd Laquai. Die Geigerzähler beginnen lauter zu knattern, die Geräte zeigen erhöhte Werte an. Wir nähern uns dem zugeschütteten Grubeneingang einer ehemaligen Uranmine im Schwarzwald.

Bernd Laquai ist ein profunder Kenner der Uranvererzungen im Menzenschwand. Vor vielen Jahren hat er gemeinsam mit Studenten ein Strahlen-Messgerät entwickelt. Dieses sollte natürlich in der Natur getestet werden. Was lag näher, als das ehemalige Uran-Abbaugebiet Menzenschwand bei St. Blasien zu wählen. Unterdessen ins Bernd Laquai mit der Geschichte, Geologie und den medizinischen Anwendungen der Strahlenbehandlung bestens vertraut. Auf alle Fragen findet er eine kompetente Antwort.

Im Menzenschwander Krunkelbachtal gibt es ein reiches Uranvorkommen. Von 1961 bis 1991 wurde Uranerz abgebaut, offiziell war die Grube Krunkelbach aber nur ein „Uranaufsuchungsbetrieb“, dessen Hauptzweck die Erkundung und nicht der Abbau sein sollte. Nach Ende des Abbaus im Juli 1991 soff die Grube bis zum Jahresende vollständig ab. Das Land übernahm die Rekultivierung der Halden.

Mit den radonhaltigen Wasservorkommen aus dem stillgelegten Bergwerk wurde am 9. Oktober 2005 in Menzenschwand das Radon Revitalbad eröffnet. Hier werden heute täglich Patienten mit rheumatischen Erkrankungen und Hautproblemen mit den radioaktiven Wässern behandelt, welche aus der Grube gepumpt werden.

Die Sommerexkursion 2014 gab den Mitgliedern des Forums Vera einen spannenden Einblick in die Thematik des Uranabbaus im Südschwarzwald aber auch einer speziellen medizinischer Anwendung von radioaktiver Strahlung.

 

Bilder von der Sommerexkursion ForumVERA
Freitag, 19. September 2014
Auf Uransuche im Schwarzwald
………………………………………………..............

Bilder der Sommerexkursion

 

Bildlegenden:

  • Bild 1: Das ehemalige Uran-Abbaugebiet liegt in der Nähe des idyllischen Menzenschwand. Die Konflikte mit dem Naturschutz waren vorprogrammiert und führten neben betriebswirtschaftlichen Überlegungen zur Stilllegung der Grube im Jahre 1991.
  • Bild 2: Gesteinsstücke auf der Halde der Grube Krunkelbach zeigen deutlich höhere Strahlungswerte.
  • Bild 3: Der Grubeneingang wurde zugeschüttet, nachdem die Untertageanlage „abgesoffen“ war.
  • Bild 4: Mit einer UV-Lampe lassen sich die fluoreszierenden, uranhaltigen Mineralien leicht finden.
  • Bild 5: Die Patienten baden in Menzenschwand heute im radonhaltigen Wasser, um beispielsweise rheumatische Schmerzen zu lindern.

 

Berichte aus den Fachgruppen, Südranden
……………………………………………………..

Fachgruppe Sicherheit

In unserer Fachgruppe stelle ich immer wieder fest, dass von Seiten der Kernenergiegegner und Verhinderer von Tiefenlagern nach neuen „Nebenschauplätzen“ gesucht wird um den ganzen Prozess in die Länge zu ziehen. Das neuste Beispiel fand an der FG-Sitzung vom 28.8.14 statt. Eingeladen war als Referentin Frau Cornelia Hesse-Honegger, sie ist eine Schweizer Bildende Künstlerin, Naturwissenschaftliche Zeichnerin und Wissenskünstlerin. Sie befasst sich mit der Deformation an Insekten als Bioindikator für Wirkung niederschwelliger radioaktiver Strahlung auf Lebensformen im Zusammenhang mit Kernanlagen, Rückbau und Tiefenlagern. Im Speziellen ging es in ihrem Referat um die Untersuchung von Wanzen in diesen Gebieten. Sie sammelte dazu ca. 16000 Wanzen an verschiedenen Orten in der Schweiz. Ihre Dokumentationen sind alle gezeichnet. Auf meine Frage ob man dies nicht auch mikroskopisch fotografieren könnte, verneinte sie dies. So kämen die Veränderungen zu wenig und nicht richtig zur Geltung. Meine persönliche Bemerkung dazu kam nicht so gut an. Sicher ist es gut wenn Forschungen über solche Veränderungen gemacht werden, aber die Untersuchungen von Frau Hesse hatten keinen verlässlichen Ausgangswert um die Veränderungen zu früher festzustellen! Ich meine, dass während der Evolution schon viele Arten gekommen und wieder gegangen sind, auch ohne Kernenergie. Informationen wie sie von VERA veranstaltet werden, z.B. am 5.9. in Menzenschwand (s. Artikel von Matthias Knill) bringen viel mehr Aufklärung und sind wesentlich interessanter. Mit der Thematik der Deformation an Insekten in Bezug auf Schweizer Kernkraftanlagen hat sich schon die ETH befasst. Sie kam zum Schluss, dass keiner der verschiedenen Missbildungstypen auf eine geographische Region beschränkt ist.

 

Insekten

 

Fachgruppe SÖW
……………………..


Im Zentrum der Beratungen stand in der 20. FG-Sitzung der Schlussbericht zur Zusatzfrage „Natur- und Erholungsräume“, welcher von der Beratungsfirma Flury & Giuliani erstellt wurde. In Abwesenheit des Verfassers präsentierte Othmar Schwank neue Darstellungen und Ergebnisse des Berichts. Dabei ging es vor allem um die Analyse und die graphische Darstellung der Interview- Ergebnisse. Der Schlussbericht sollte von der FG auch auf mögliche Mängel hin kritisch durchgesehen werden. – Ira Sattler erläuterte einführend, dass alle Interviewten vor Fertigstellung des Schlussberichts zu einem Hearing eingeladen wurden, um die Ergebnisse zu diskutieren. Es gehe bei einer Zusatzfrage (ZF) mit begrenztem Budget darum, den FG-Mitgliedern ein Gefühl zu vermitteln, wie die verschiedenen Nutzer- resp. Interessengruppen einer Landschaft denken. Zusammenfassend kommt der Bericht zum Schluss, dass die Auswirkungen – abgesehen von der Bauphase welche mit Lärm, Transporten und Staub die Lebensqualität beeinträchtigt – als „marginal“ einzustufen seien. Die Interviewten der Region SR waren eher kritischer eingestellt als die anderer Regionen, weshalb sie beantragten, die ganze Aussage regional differenziert darzustellen oder das Wort „marginal“ durch die Formulierung „ … insgesamt zwar nicht vernachlässigbar, aber eher gering eingestuft“ zu ersetzen.

Bemängelt wurde von FG Mitgliedern auch die Methodik: die Stichprobe mit 15 befragten Personen pro Region sei viel zu klein, um signifikante Schlüsse zu ziehen. Sie seien in der Regel „opinion Leaders“, Leute also, die sich stark engagieren, eher vernetzt oder bestimmten Netzgruppen in der Landschaft angehören, wie z.B. Fischer, Jäger oder Freizeitsportler.

Die FG SÖW beschloss, den Schlussbericht mit den gemachten Änderungsvorschlägen anzunehmen. Dieser soll so in den Schlussbericht über alle Zusatzfragen einfliessen.

Haupttraktanden der 21. FG SÖW am 10.September waren die Genehmigung der Berichte zur koordinierten ZF „Mögliche Auswirkungen eines geologischen Tiefenlagers auf Regional- Produkte (auch Labelprodukte wie z.B. Bio Suisse) und auf touristische Projekte im Querschnittsfeld zur Landwirtschaft“ (Referent und Verfasser Dr. Flury) , sowie der Bericht „Auswirkungen eines geol. Tiefenlagers auf regionale Naturpärke“ (Referent Dr. Othmar Schwank).

Flury betonte zum erstgenannten Thema, dass Konsumenten unter Regional-Produkten den Raum „Ostschweiz“ (TG, SG, SH) wahrnehmen und nicht spezifisch den Einzelkanton Schaffhausen. Ohne Nachweis von Rückständen in den Produkten bestehe im Detailhandel kein Handlungsbedarf. Bei der Direktvermarktung werden die Produkte über persönliche Kontakte verkauft, also Vertrauen in den Produzenten bezüglich Qualität, Tierwohl, gesunde Produkte und natürliche Produktionsweise sind entscheidend. Fazit : Bei Konsumenten, die Vertrauen in die Technik haben, wird sich das Vertrauen zum Produzenten wegen eines Tiefenlagers nicht ändern.

Othmar Schwank präsentierte in einem Zwischenbericht die Stellungnahmen von 12 der 15 angefragten Institutionen zum Thema „Auswirkungen eines geol. TL auf regionale Naturpärke“. Die Resultate der Umfrage zeigen bis heute, dass ein Tiefenlager keinen Grund darstellt, das „Parklabel“ nicht zu erneuern. Eine Oberflächenanlage (OFA) stellt zwar eine Beeinträchtigung der Natur und Landschaftswerte dar; sie wird aber gleich wie andere Infrastrukturanlagen beurteilt. Ferner kommen alle angefragten Park-Institutionen (CH + DL) zum Schluss, dass mit dem Bau eines TL in Parknähe doch ein Imageschaden für den betroffenen Park entsteht. Ein zusammenfassender Schlussbericht soll gemäss Schwank bis Mitte November 2014 vorliegen und an der Vollversammlung der RK präsentiert werden.

Ferner präsentierte Frau Nicole North eine Mustertabelle eines einheitlichen Berichtformatrasters zur Präsentation der Zusatzfrage und deren Kerninhalte. – Ihr gut gelungener Vorschlag wurde von der FG einstimmig genehmigt.

Eine grössere Diskussion in der FG SÖW entstand zum letzten Thema des Abends, nämlich zur „Anpassung der regionalen Entwicklungsstrategie(n) an Wirkungen eines geologischen Tiefenlagers.“ Diverse Mitglieder der FG SÖW stellten die berechtigte Frage, inwieweit die FG SÖW von wem aktiv legitimiert sei, an einer Anpassung der regionalen Strategie zu arbeiten, um nicht unsinnigerweise für den Papierkorb tätig zu werden! - Es wurde beschlossen, vor Aufnahme einer Tätigkeit dazu „grünes Licht“ von Seiten der Kantonsregierung und deren zuständigen Amtsstellen einzuholen.

 

Berichte aus den Fachgruppen, Südranden
……………………………………………………
Fachgruppe OFA


An der 20. Fachgruppensitzung OFA gab uns Stefan Lebeda (Koord.-Stelle Umweltschutz KtSH) einen Überblick über das UVPVerfahren; welche Amtsstellen dabei einbezogen sind, usw.
Im zweiten Referat stellte Iwan Stössel (IKL KtSH) die Planungsstudie des Kantons SH vor, welche sich weitgehend auf die Oberflächenanlage beschränkte. Sie soll eigentlich als eine offene Liste von Fragen zu verstehen sein, die da wären: Flächenbedarf zu gross?, ein Luftbild stellt die OFA Brentenhau der Altstadt von Schaffhausen gegenüber; Wird dem Faktor „Wald“ genügend Beachtung geschenkt? Muss in der Neuhauserwald- Rinne mit unliebsamen Überraschungen gerechnet werden? Was geschieht mit dem Areal nach der Nutzung? Störfälle werden in NTB 13-01 nur sehr summarisch analysiert; wie sehen die genauen Betriebsabläufe aus? Welche Transportwege vom Herkunftsort zum Tiefenlager werden genutzt? Wo finden Umladeprozesse statt? Wie sieht das Monitoring aus. Wann wird es gestartet? Wie wird verhindert, dass über die Abluft-Schächte radioaktive Emissionen in die Umwelt abgegeben werden? Wie wird beim Betrieb die Qualitätssicherung gewährleistet? Welche Normen, internationale Standards, evtl. Zertifizierungen muss der Betrieb einhalten? Wer überprüft das? Welche Stoffflüsse und Prozesse müssen bei der Entsorgung berücksichtigt werden? Die jährlich rund 250‘000 bis 300‘000 m3 Primärmaterial beim Aushub und Ausbruch seien eine relevante Grösse, da der KtSH gemäss Art. 60 KEG eine Stelle zur Entsorgung bezeichnen muss.
Als hätte diese Planungsstudie unserem Gremium den Mumm genommen, zu dem „am wenigsten ungeeigneten Standort“ zu stehen, war die Stimmung bei der offenen Fragenrunde wieder sehr kritisch. Markus Müller, welcher selten an den OFA Fachgruppensitzungen dabei war, polterte über das schlechte Verfahren, weil dieses den Untergrund nicht zuerst bestimmt habe. Einer spontanen Eingebung von Regula Widmer und Othmar Schwank, nur Stunden vor der Sitzung entsprang die Idee, dass eine Vierer- bis Sechser-Gruppe unserer FG OFA bei der FG Sicherheit mitmachen sollte. Bis zu unserer nächsten Sitzung im Februar 2015, nach dem 2x2-Entscheid, wird die Nervosität hoffentlich ein wenig abnehmen.

 

Berichte aus den Fachgruppen, Zürich Nordost
…………………………………………………………..
FG Sicherheit

 

Nachdem die Fachgruppe Sicherheit anfangs Jahr die Frageliste der Worst Case Fragen rund um das Tiefenlager nochmals besprochen hatte, wurde diese dem TFS ( Technisches Forum Sicher beim ENSI ) zur Beantwortung übergeben. Erste Reaktionen der Fachleute über diese Fragen waren kritisch, da die Fragestellungen teilweise über das menschlich Vorstellbare hinaus gehen.

Als neue Aufgabe wählte die Fachgruppe das Thema Prozesssicherheit. Fragen wie z. B. : “Sind die Gremien unabhängig?“, „Wie sind die gegenseitigen Kontrollen sicher gestellt?“, Wie sicherheitsrelevant sind die Prozessabläufe/ Prozessqualität?“ usw. will die Fachgruppe , aus der Sicht eines Laiengremiums, erörtern. Als Einstimmung auf das Thema wurde die Deponie Kölliken besucht, mit Referaten über die Entstehungsgeschichte. Im weiteren wurden an vier Fachgruppensitzungen Vorträge aus verschiedenen Blickwinkeln organisiert:

  • Prof. Mäder, Basel, mit dem Thema Laienaufsicht;
  • Stefan Jordi, BFE, erklärte die heutige Organisation mit ihren Kontrollfunktionen;
  • Marco Buser, als bekannter Kritiker und als letzter Vortrag dieser Reihe, an der Fachgruppensitzung vom 10. September;
  • Frau S. Kuppler aus Karlsruhe( KIT, Karlsruher Institut für Technologie) mit dem Thema “Merkpunkte für die Beurteilung komplexer Verfahren, wie des Sachplans und hochwertiger Bürgerbeteiligung“.

Nach diesen sehr informativen und spannenden Vorträgen wird die Fachgruppe an den nächsten Sitzungen eine Auslegeordnung erstellen und einen Bericht z.H. der Vollversammlung verfassen.

 

FG OFA
………….

 

Warum wir uns beim Forum Vera engagieren? Erneut wird öffentlich und medial über die Finanzierung des Forum Vera gesprochen und geschrieben. Dies ist eigentlich nichts Neues. So ist die Mitgliedschaft der Nagra beim Forum Vera uns bekannt, es wurde auch schon darüber in den Medien geschrieben. Die finanziellen Beiträge wurden nie verheimlicht, im Gegenteil. An der Generalversammlung wurde das Budget jeweils dargestellt und erklärt.

Wirklich befremdlich sind jedoch die Behauptungen, wir Mitglieder seien bezahlt und damit nicht unabhängig. Diese Vorwürfe sind haltlos und frech.

Wir werden für unsere Arbeit nicht entschädigt. Wir tun dies absolut freiwillig und nicht gesteuert. Denn es gibt gute Gründe, sich für das Forum Vera einzusetzen:

  • Wir sind überzeugt, dass Aufschieben keine Lösung ist
  • Wir denken, dass Abschieben in andere Länder keine Alternative darstellt
  • Wir sind sicher, dass Sicherheit immer an oberster Stelle stehen muss

Dafür setzen wir uns ein und bilden damit einen wichtigen Gegenpol zu Gruppierungen, welche die Tiefenlagerung ablehnen oder die Entsorgung unserer radioaktiven Abfälle verzögern und verschieben wollen. Dies bedeutet nicht, dass wir uns ein Lager in unserer Region wünschen. Überhaupt nicht. Auch wir begleiten den Prozess kritisch und wollen eine verträgliche Lösung für die betroffene Region.

Es stellt sich die Frage, was mit dem Angriff auf das Forum Vera eigentlich erreicht werden soll. Finanzielle Beiträge durch die Verursacher auch für andere Organisationen wie klar Schweiz? Der Ausschluss von Mitgliedern von Forum Vera aus dem Partizipationsprozess, um eine Tiefenlagerung in der Schweiz ganz grundsätzlich zu verhindern? Oder dienen die Attacken einfach der politischen Profilierung und medialen Aufmerksamkeit?

Wir dürfen gespannt sein, welche Forderungen der aktuellen Angriffswelle folgen werden.

 

FG SÖW
………………..

Die Fachgruppe SÖW ZNO hat sich in den Sommermonaten intensiv mit dem SÖW Bericht, Teil II, auseinandergesetzt.

Basierend auf den provisorischen Bewertungen durch Infras wurde in der Fachgruppe eine Gewichtung und Bewertung der Indikatoren aus der Sicht des Weinlands vorgenommen. Die Resultate zeigen in einigen Bereichen Übereinstimmung, in einigen aber deutliche Abweichungen von den provisorischen Resultaten der offiziellen Studie.

Diagramm

Die grössten Abweichungen bestehen im Bereich W1, Regionalwirtschaft optimieren. Die Fachgruppe kam zum Schluss, die positiven Effekte auf die Regionalwirtschaft würden stark überbewertet. Auch beim Oberziel G2, Siedlungsraum schützen, identifizierte die Fachgruppe deutlich stärkere negative Auswirkungen, besonders bei den Naherholungsräumen. Ausserdem hielt die Fachgruppe fest, dass die von Infras errechnete Optimierung der öffentlichen Finanzen nur gelingen kann, wenn nicht durch den Finanzausgleich ein Teil der zusätzlichen Mittel wieder aus der Region abgeführt wird. Zum Finanzausgleich äussert sich die SÖW Studie ja bekanntlich nicht.

Des Weiteren beschäftigte sich die Fachgruppe SÖW im Rahmen der Zusatzfragen mit der Abschätzung des sozioökonomischen Einflusses eines potenziellen Tiefenlagers auf die langfristigen Entwicklungen im Weinland (SÖW Zusatzfrage 10). BHP Brugger und Partner erstellte mittels Szenariotechnik eine sorgfältige Analyse des Weinlands, welche jetzt auf den Schaffhauser und Deutschen Teil des Standortgebiets ausgeweitet wird.

 

Fakten zu Forum VERA
……………………………

  • Forum VERA zählt rund 2500 Mitglieder aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft aber auch der Öffentlichkeit.
  • Forum VERA verpflichtet sich in seinen Statuten zur strikten Neutralität in der Frage der Kernenergienutzung. Wir sind keine Atomlobby-Organisation.
  • Forum VERA bietet Kernenergiegegnern und –Befürwortern Platz, welchen eine sichere und nachhaltige Entsorgung radioaktiver Abfälle ein Anliegen ist.
  • Die Nagra ist Kollektiv-Mitglied von Forum VERA und leistet einen substantiellen finanziellen Beitrag. Sie ist nicht im Vorstand vertreten und nimmt keinen Einfluss auf den Verein.
  • Unsere Vorstandmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Einzig Spesen werden pauschal entschädigt.
  • Forum VERA Mitglieder in den Regionalgruppen erhalten keine Entschädigung von uns. Sie engagieren sich freiwillig und ohne Instruktion.

Nukleare Entsorgung: Die Zeit ist reif für konkrete Lösungen

 

Vorschau: Winteranlass.
Radioaktivität im Experiment selber erfahren
…………………………………...

Einführung in die experimentelle Arbeit mit Radioaktivität anhand des Philion- Experimentiersets Ein Angebot von ForumVERA für die Mitglieder der Regionalkonferenzen

Freitag, 16. Januar 2015, 16 Uhr, Rhytech Areal, Bad.
Bahnhofstrasse 16, 8212 Neuhausen am Rhf.

Karte von Neuhausen

Damit wir die erforderliche Anzahl Experimentiersets organisieren können (Arbeit in Zweiergruppen), bitten wir um Anmeldung bis am 16.12.2014 auf info@forumvera.ch

 
 
webcontact-forumvera@itds.ch