Harald Jenny

Harald Jenny, Gächlingen
Mitglied Leitungsteam
Südranden

harald.jenny@sicoa.ch

 

Monika MAy

Fachgruppe Oberflächenanlage:
Monika May, Kleinandelfingen

monika-may@bluewin.ch


Sommerexkursion 2013
Sommerexkursion 2013
Sommerexkursion 2013

Vor Ort liessen sich die Teilnehmenden über den historischen Bergbau im Kanton Schaffhausen informieren und diskutierten unter Tage mit den beiden Referenten Uli Stamm und Walter Stehrenberger die Entstehung, Gewinnung und Nutzung des Gipsvorkommens.


 

Kurt Meyer

Fachgruppe Sicherheit: 
Kurt Meyer, Neuhausen

kurt.meyer46@shinternet.ch

 

Walter Wipf

Fachgruppe SÖW: 
Walter Wipf, Henggart

w.wipf@bluewin.ch


Marianne Frei

Marianne Frei, Schlatt

mariannafrei@bluewin.ch


Suzanne Mennel

Museum Allerheiligen:
Suzanne Mennel,Marketing und Kommunikation

suzanne.mennel@stsh.ch


Ihre Meinung ist uns wichtig

Dieser Newsletter ist die fünfte Ausgabe aus einer Reihe von Informationsdokumenten, mit denen das Forum Vera die regionale Partizipation kritisch und aktiv begleitet. Bitte teilen Sie uns Ihre Informationswünsche direkt unter folgender Adresse mit:


regionalgruppe-nordost@forumvera.ch


Unsubscribe

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regionalgruppe-nordost@forumvera.ch


Newsletter 2/13

 

Ein Plädoyer für die Identifikation des sichersten Standorts

Es ist eine Tatsache, dass seit mehr als 40 Jahren in der Schweiz radioaktive Abfälle anfallen, die sicher entsorgt werden müssen – dieser Verantwortung stellen wir uns. Unsere Generation ist die Nutzniesserin der Kernenergie und der Entwicklungen in Medizin, Industrie und Forschung. Deshalb müssen wir die Entsorgung jetzt regeln und dürfen sie nicht auf spätere Generationen abwälzen.

Verantwortungsbewusstsein heisst für uns, dass wir die Abfälle, die wir produziert haben, im eigenen Land entsorgen. Die Schweiz verfügt neben den geeigneten geologischen Gegebenheiten auch über gut qualifizierte Spezialisten und ausreichende Kontrollmechanismen, um die notwendige Sicherheit für ein Tiefenlager zu gewährleisten.

Der vom Bundesrat im April 2008 verabschiedete „Sachplan geologische Tiefenlager“, welcher das Standortauswahlverfahren regelt, ist transparent und demokratisch. Die betroffenen Regionen und Kantone sind beteiligt und können sich einbringen.

Das ForumVERA steht hinter dem Sachplanverfahren geologische Tiefenlager.

Unsere Pflicht ist es, uns aktiv und konstruktiv in das Verfahren einzubringen, die Standortwahl zu begleiten und ein kontrollierendes und kritisches Auge darauf zu haben. Die Lagerung der radioaktiven Abfälle ist eine nationale Aufgabe, die gesamtschweizerisch gelöst werden muss. Derjenige Standort, der sich schlussendlich unter Beachtung aller Vorgaben und sicherheitstechnischen Kriterien als der am besten Geeignete erweist, soll realisiert werden.

Wir dürfen uns vor dieser wichtigen Umweltaufgabe nicht drücken und wir wollen uns auch nicht davor drücken: Die Entsorgung der radioaktiven Abfälle geht uns alle an!

 

Standort der Oberflächenanlage: Schwierige Güterabwägung! 

Mögliche Standorte für Oberflächenanlagen werden anhand eines von der Fachgruppe OFA ZNO in Zusammenarbeit mit Fachleuten erstellten Kriterienkatalogs bewertet. Trotz dieses Katalogs ist es nicht einfach, den am besten geeigneten Standort für eine Oberflächenanlage zu finden. Oftmals gilt es eine Güterabwägung zu machen: Was macht man, wenn der sorgfältig erarbeitete Kriterienkatalog dazu führt, dass die Oberflächenanlage an einem Ort zu stehen käme, der von überall her gut einsehbar ist? Wie soll der Bevölkerung erklärt werden, warum wertvolles Kulturland oder wertvoller Wald geopfert wird, weil ebenso geeignete Standorte beispielsweise aufgrund der Lage nahe beim Gewässerschutzbereich ausscheiden? Und wie soll man erklären, warum die Oberflächenanlage nicht in der Nähe des Grundwassers gebaut wird, trotzdem aber Chemiebetriebe und deren Lager, Flughafen, AKWs und das Zwischenlager direkt über Grundwasserströmen liegen?

Eine Möglichkeit wäre sicher, dass man sich strikt an den Kriterienkatalog hält: klar könnte man auch mit einer weit herum sichtbaren Oberflächenanlage leben. Wirklich überzeugend ist das aber nicht, das schlechte Bauchgefühl bleibt und der Verstand sucht nach einem möglichen Ausweg. Gibt es diesen überhaupt innerhalb des vorgegebenen Rahmens? Wie weit dürfte die Fachgruppe Oberflächenanlagen aus dem Rahmen ausbrechen, um bei einer Güterabwägung die Bedürfnisse der Bevölkerung des Weinlands noch besser berücksichtigen zu können? Die Fachgruppe müsste dann faktisch die elementaren Rahmenbedingungen aus der Sicht der Bevölkerung zuhanden der technischen Profis etwas anders gewichten und bewerten. Wie lässt sich dies mit dem Auftrag an die Fachgruppe vereinbaren?

Diese Überlegungen sind für mich ein Zeichen dafür, dass man momentan noch nicht bei der Weisheit letztem Schluss angelangt ist. Damit wir überzeugend kommunizieren können, ist es wichtig, dass wir eine möglichst gute Lösung finden, welche die Bedürfnisse und Interessen der Bevölkerung aufnimmt und gerade deswegen auf Akzeptanz stösst. Wir stehen mitten in einem anspruchsvollen Prozess, den wir begleiten und unsere Meinung einbringen können.


Grosses Interesse an der Sommerexkursion 2013

von Matthias Knill, Mitglied Leitungsteam ZNO 

Schacht oder Rampe? Für einmal stellte sich diese Frage nicht. Über einen Stollen besuchten die zahlreich angereisten Mitglieder des Forum Vera das Gipsmuseum Schleitheim.

Die Sommerexkursion der Regionalgruppen ZNO und Südranden des Forum Vera lässt die Mitglieder der Regionalkonferenzen jeweils etwas über den Tellerrand der Entsorgung von radioaktiven Abfällen hinausblicken und vermittelt interessante Hintergrundinformationen zur Geologie, Radioaktivität oder Bautechnik. In diesem Jahr erkundeten die Mitglieder das Gipsvorkommen in Schleitheim, das letzte noch begehbare Gipsbergwerk der Schweiz.

Der Besuch der eindrücklichen Stollen und Kavernen wurde mit einem Besuch im Gipsmuseum abgerundet, in welchem das Vorkommen und die Verwendung des Rohstoffs anschaulich erklärt wurde.

Die traditionelle Sommerexkursion dient jeweils auch dem Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern. Das nahegelegene Alprestaurant Babental bot dazu eine tolle Kulisse.

35 interessierte Mitglieder besuchten am 9. Juli das Gipsbergwerk Schleitheim.

Menschen


Berichte aus den Fachgruppen

1.) Sicherheit

Südranden: Kurt Meyer

Die Infos von Nagra und BFE an die FG Sicherheit Südranden sind sehr gut ankommen. Sie waren sorgfältig recherchiert, verständlich präsentiert und gingen auf die Fragen der Fachgruppe ein. Zudem hat sich meiner Meinung nach die Gesprächskultur in der Gruppe wesentlich gebessert. Gegner und Befürworter gehen vermehrt auf die Argumente der Gegenseite ein. Ich hoffe, dass dies so bleibt, denn nur so ist die Partizipation zielführend.

 

2.) SÖW

Zürich Nordost: Walter Wipf

Die Fachgruppe SÖW ZNO hat sich intensiv mit dem Feedback zu den Zusatzfragen auseinandergesetzt, das vom BFE zurückkam. Es ist der Fachgruppe ein Anliegen, nun auch aktiv in die Beantwortung der von ihr gestellten Fragen und aufgeworfenen Themen eingebunden zu sein. Darum hat sie den Antrag an die Leitungsgruppe gestellt, zu gewissen Themen wie „Auswirkungen von Worstcase-Szenarien“ und „notwendige Abgeltungs- und Kompensationszahlungen“ eigene Abklärungen vornehmen zu können. Die Leitungsgruppe hat dieses Anliegen an ihrer letzten Sitzung genehmigt und auch das BFE hat zugestimmt, was ich als positives Zeichen für die Unterstützung unserer Arbeit werte.


3.) Oberflächen

Zürich Nordost: Marianne Frei

Gegen Zielsetzungen ist nichts einzuwenden, sofern man sich dadurch nicht von interessanten Umwegen abhalten lässt. (Gotthold Ephraim Lessing)

Dieses Zitat scheint sehr passend für die bisher 17 Sitzungen der Fachgruppe Oberflächenanlage, Zürich Nordost.

Anhand der erarbeiteten Kriterientabelle wurden die bisher von der Nagra vorgeschlagenen Standorte ZNO 1-4 durch die Fachgruppe abgelehnt. Die Nagra wurde beauftragt, neue Standortvorschläge zu erarbeiten, welche uns an der Sitzung vom 26. Juni durch Fachbegleiter vorgestellt wurden. Eine erste Bewertung der Fachgruppenmitglieder wurde vorgenommen. Die Standorte sollten im Wald sein, damit die Einsehbarkeit möglichst gering ist. Verluste von Fruchtfolgeflächen sollten möglichst gering sein. Kommunale und regionale Schutzobjekte sollen nicht tangiert werden. Die Einordnung in die Landschaft, sowie die Lage sollte nicht störend sein. Naherholungsgebiete, Wildtierkorridore sollten nicht tangiert werden. Die Feinerschliessung der Zufahrt auf der Schiene und der Strasse ist ein wichtiges zu berücksichtigendes Kriterium. Die Entwicklungsmöglichkeiten für das Gewerbe darf nicht gestört werden. Der Gewässerschutzbereich Au und kleine Oberflächengewässer sind zu schützen. Die Bau- und Betriebsphase bringt erhebliche Emissionen mit sich, welche nicht ausser Acht gelassen werden dürfen und so weiter. Alle die aufgelisteten Kriterien führen zu engagierten Diskussionen und zu Überlegungen, welche Zeit beanspruchen und aufgrund der Wichtigkeit des Themas notwendig sind.

Nebst all diesen aufgeführten zu berücksichtigenden Aspekten gilt es weiterhin die Akzeptanz der Bevölkerung zu „erspüren“. Dies konnten wir an der Versammlung der betroffenen Grundeigentümer, der neuen möglichen Standortvorschläge, im Juli in Andelfingen erleben. Obwohl wir alle Nutzniesser der atomaren Technologie sind, ist wenig Akzeptanz in der direkt betroffenen Bevölkerung für  eine Oberflächenanlage vorhanden. Die Gefährdung landwirtschaftlicher Existenzen, der Verlust von Landwirtschaftsland und allgemein die  Eingliederung in die Region, waren bei dieser Veranstaltung vorrangige Diskussionspunkte. Die regionsspezifische Situation, die Bedürfnisse der Grundeigentümer und allgemein, der direkt betroffenen Bevölkerung, lassen sich scheinbar überhaupt nicht mit dem Bau und Betrieb einer Oberflächenanlage vereinbaren.   

Für die Fachgruppe gilt es nun an den kommenden Sitzungen einen, oder mehrere mögliche Standorte zu bestimmen, welche alle oben aufgeführten Kriterien erfüllen. Unter Mitarbeit einzelner Gruppenmitglieder wird zuhanden der Vollversammlung ein Schlussbericht erstellt. Sollte in der Fachgruppe Oberflächenanlage ein oder mehrere Standortvorschläge, oder ein Standortgebiet ohne definierten Standort, als mögliche Varianten festgelegt werden, wird sich anschliessend die Fachgruppe SÖW mit den Vorschlägen weiter zu befassen haben. 


Einladung zum ForumVERAHerbstanlasss 2013:

Primat der Sicherheit

Der Tiefenlagerentscheid wird sich dereinst nach dem Primat der Sicherheit richten. Darum ist es von entscheidender Bedeutung, wie die Sicherheit beurteilt und gemessen wird.

Wir fragen die Experten der Nagra, des BFE und des ENSI, wie sie Sicherheit messen und worauf es bei der Identifikation des sichersten Lagerstandorts ankommt.

Ort: Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen
Datum: Freitag, 25. Oktober 2013
Zeit: 15.30 Uhr

Der Anlass beginnt mit einer Besichtigung der Ausstellung „Langzeit und Endlager“.

   „Mit der Ausstellung Langzeit und Endlager greift das Museum zu Allerheiligen ein Thema von grosser Brisanz auf. Die Lagerung radioaktiver Abfälle stellt die Menschheit vor eine ihrer schwierigsten Aufgaben. Es gilt Sicherheitskonzepte für mindestens 4000 Generationen zu entwickeln. Aus der Geschichte kennen wir keine Institution von vergleichbarer Beständigkeit mit ungebrochener Überlieferung derFührungsverantwortung.Die Ausstellung will keine Aussagen zur Standortwahl von Tiefenlagern machen. Sie will vielmehr die Zeitdimensionen vor Augen führen, um die es bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle geht. Der Betrachtungsraum bezüglich Langzeitsicherung beträgt 100'000 Jahre für schwach- und mittelaktive- und 1 Million Jahre für hochradioaktive Abfälle. In der Ausstellung durchwandert man sowohl geologische als auch kulturgeschichtliche Zeiträume. Von den Eiszeitmenschen über Altägypten bis zu den mittelalterlichen Klostergründungen begegnet man den Langzeitplanungen früherer Kulturen.“

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