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Wir übernehmen Verantwortung

Stahlbehälter ermöglichen den vollständigen Einschluss von radioaktiven Stoffen über Tausende von Jahren. Als Referenzmaterial wählte die Nagra für die Erarbeitung des Entsorgungsnachweises Stahlbehälter mit einer Wanddicke von zirka 15 cm. Dieser Wahl stimmten internationale Experten beim Review des Entsorgungsnachweises zu. Auch Stahlbehälter mit einer rund 5 Zentimeter dicken Kupferumhüllung wurden in Betracht gezogen. Stahl und Kupfer eignen sich aus drei Gründen zur Herstellung von Lagerbehältern:

  1. Sie haben ein sehr zuverlässiges Einschlussverhalten über lange Zeit und ihre langfristigenKorrosionsraten sind sehr gering ( ~0,001 mm / Jahrfür Stahl, Kupfer noch geringer ).
  2. Die mechanische Stabilität solcher Behälter ist sehr hoch.
  3. Die industriellen Fertigungstechniken in grossem Massstab sind erprobt.

In einem Tiefenlager bleibt ein Stahlbehälter nach heutiger Erkenntnis mehr als 10’000 Jahre dicht. Beim langsamen Korrodieren des Stahls entsteht während dieser Zeit nichtradioaktives Wasserstoffgas, das im dichten Lagergestein Druck aufbauen kann. Das Verhalten des Gases im  Lagerbereich wird heute im Felslabor Mont Terri intensiv untersucht, um allfällige Schädigungen des Wirtgesteins auszuschliessen. (Gasbildung)


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Tiefenlagerung von A - Z

Das Online-Glossar erläutert die ständig angewendeten Begriffe rund um die geologische Tiefenlagerung radioaktiver Abfälle aus Biologie, Chemie, Geologie, Kerntechnik und Physik. Zudem sind die gesetzlichen Grundlagen zur Kernenergie, zu Gewässerschutz, Raumplanung soweit sie die geologische Tiefenlagerung betreffen aufgeführt. Wir hoffen, dass dieses Nachschlagewerk allen Interessierten, Mitwirkenden in den Regionalkonferenzen und unseren Mitgliedern eine verlässliche Lesehilfe in einer der wichtigsten Diskussionen in unserem Land ist.

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Quellenverzeichnis

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